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1987 betrat die 23-jährige Deutsch-Britin Angela Findlay ein Gefängnis und fühlte sich sofort und auf unerklärliche Weise, als ob sie dorthin gehörte. Jahrelang hatte sie unter Schuldgefühlen gelitten und sich unbewusst selbst bestraft, weil sie sich für einen ¿schlechten Menschen¿ hielt. Doch nun begann sie, nach den Ursachen dafür zu forschen, und ihre Suche führte sie schließlich nach Nazi-Deutschland und in das Leben ihres toten Großvaters, des Wehrmachtsgenerals Karl von Graffen.In Im Schatten meines Großvaters erforscht die Autorin die Vererbbarkeit unbewältigter Erfahrungen, stellt tief verwurzelte Vorstellungen von Gut und Böse infrage und deckt die weniger bekannte Geschichte der Kriegsverlierer, eine Nachkriegskultur der Beschönigung und das bleibende Erbe der Schande auf. Anhand ihrer eigenen Familiengeschichte erforscht Findlay eine Episode der Geschichte, die nach wie vor erschüttert und fasziniert, und zeigt, dass es möglich ist, die Narben eines Traumas nicht nur über Generationen hinweg weiterzugeben, sondern auch zu heilen.
Angela Findlay, geboren 1964, Künstlerin und Vortragsrednerin, wächst als Tochter einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters auf. Wegen ihrer Abstammung leidet sie zusehends unter Schuldgefühlen, weil sie sich für einen ¿schlechten Menschen¿ hält. Jahrelang unterrichtet sie Kunst in Gefängnissen und fühlt sich hier ¿unter anderen Schuldigen¿ am wohlsten. Mit 40 rückt das Leben ihres Großvaters, des Wehrmachtsgenerals Karl von Graffen, in den Mittelpunkt ihres Lebens, und sie beginnt mit der langwierigen Aufarbeitung der Familienerlebnisse. Ihre Zeit ¿hinter Gittern¿ und später als Kunstkoordinatorin für die in London ansässige Wohltätigkeitsorganisation Koestler Arts hat ihre Forschung über die generationsübergreifenden Folgen von ungelösten Traumata, von verdrängter Schuld und Scham geprägt. Seit über einem Jahrzehnt hält sie Vorträge und schreibt über dieses Thema sowie über Nachkriegserinnerung, Aufarbeitung und Versöhnung. Im Schatten meines Großvaters ist ihr erstes Buch.Herwig Engelmann, geb. 1967 in Wien, studierte Geschichte und Publizistik in Wien, Aix-en-Provence und Boston. Er lebt als Übersetzer für Englisch und Französisch mit seiner Familie in Berlin.
Autor: Findlay, Angela
Seiten: 432
Verlag: Europa Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783958905597

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1987 betrat die 23-jährige Deutsch-Britin Angela Findlay ein Gefängnis und fühlte sich sofort und auf unerklärliche Weise, als ob sie dorthin gehörte. Jahrelang hatte sie unter Schuldgefühlen gelitten und sich unbewusst selbst bestraft, weil sie sich für einen ¿schlechten Menschen¿ hielt. Doch nun begann sie, nach den Ursachen dafür zu forschen, und ihre Suche führte sie schließlich nach Nazi-Deutschland und in das Leben ihres toten Großvaters, des Wehrmachtsgenerals Karl von Graffen.In Im Schatten meines Großvaters erforscht die Autorin die Vererbbarkeit unbewältigter Erfahrungen, stellt tief verwurzelte Vorstellungen von Gut und Böse infrage und deckt die weniger bekannte Geschichte der Kriegsverlierer, eine Nachkriegskultur der Beschönigung und das bleibende Erbe der Schande auf. Anhand ihrer eigenen Familiengeschichte erforscht Findlay eine Episode der Geschichte, die nach wie vor erschüttert und fasziniert, und zeigt, dass es möglich ist, die Narben eines Traumas nicht nur über Generationen hinweg weiterzugeben, sondern auch zu heilen.
Angela Findlay, geboren 1964, Künstlerin und Vortragsrednerin, wächst als Tochter einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters auf. Wegen ihrer Abstammung leidet sie zusehends unter Schuldgefühlen, weil sie sich für einen ¿schlechten Menschen¿ hält. Jahrelang unterrichtet sie Kunst in Gefängnissen und fühlt sich hier ¿unter anderen Schuldigen¿ am wohlsten. Mit 40 rückt das Leben ihres Großvaters, des Wehrmachtsgenerals Karl von Graffen, in den Mittelpunkt ihres Lebens, und sie beginnt mit der langwierigen Aufarbeitung der Familienerlebnisse. Ihre Zeit ¿hinter Gittern¿ und später als Kunstkoordinatorin für die in London ansässige Wohltätigkeitsorganisation Koestler Arts hat ihre Forschung über die generationsübergreifenden Folgen von ungelösten Traumata, von verdrängter Schuld und Scham geprägt. Seit über einem Jahrzehnt hält sie Vorträge und schreibt über dieses Thema sowie über Nachkriegserinnerung, Aufarbeitung und Versöhnung. Im Schatten meines Großvaters ist ihr erstes Buch.Herwig Engelmann, geb. 1967 in Wien, studierte Geschichte und Publizistik in Wien, Aix-en-Provence und Boston. Er lebt als Übersetzer für Englisch und Französisch mit seiner Familie in Berlin.
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Seiten: 432
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